3000 v. Chr. bis 30 v. Chr.: Ägypten
Etwa um 2400 legten die Ägypter den Grundstein der Astrologie: den Kalender. Er teilte das Jahr in drei Abschnitte zu je vier Monaten. Auch die Monate bestanden aus drei Dekaden. Diese waren jeweils einer Gottheit geweiht, die das Schicksal der in diesem Zeitraum Geborenen beeinflussten.
 
2300 v. Chr. bis 300 v. Chr.: Mesopotamien
Die Babylonier legten schon früh die Basis der klassischen Astrologie. Sie beobachteten die Planeten, die bei der Geburt eines Kindes aufgingen, und schrieben ihnen eine besondere Wirkung auf dessen Geschick zu. Um 410 v. Chr. legten sie die ersten Sternkarten an.
 
1200 v. Chr. bis 395 v. Chr.: Griechenland
Die Griechen verbanden den Symbolismus und die Sternengläubigkeit der Babylonier mit ihrem eigenen geometrischen Geist und schufen den modernen Tierkreis. Der astrologiekundige Priester Berosis benannte die Planeten und Fixterne des babylonischen Tierkreises entsprechend der griechischen Mythologie. 280 v. Chr. gründete er auf der Insel Kos eine Schule, von der sich die Astrologie über die gesamte hellenische Welt ausbreitete.
 
700 v. Chr. bis 300 v. Chr.: Der Mithraskult
Ursprünglich die Verehrung eines persischen Gottes, gelangte der Mithraskult im 1. Jahrhundert v. Chr. nach Rom und wurde dort einer der bedeutendsten Mysterienkulte. Seine magischen Riten beruhten auf Astrologie. So bestand die Initiation aus sieben Graden, die den sieben Planeten entsprachen. Mit Beginn der Christianisierung wurde er ebenso wie die Astrologie verboten.
 
100 n. Chr. bis 168 n. Chr.: Ptolemäus, Astrologenfürst
Der berühmte Astronom Ptolemäus verfasste ein Lehrbuch der Astrologie, den Tetrabiblos, und katalogisierte 1.022 Sterne - ohne Fernrohr. Der Grieche war ein glühender Verfechter des Geozentrismus. Diese Theorie, in der die Erde den Mittelpunkt des Universums bildet, wurde erst im 16. Jahrhundert durch die kopernikanische Wende in Frage gestellt. Allerdings ist festzuhalten, dass dennoch Kepler, Galilei oder Newton mit einer geozentrischen Astrologie arbeiteten. Kein Wunder, denn die Einflüsse des Himmels wirken auf die Erde, und nicht auf die Sonne!
 
381 n. Chr.: Konzil von Laodicea
Der Untergang des römischen Reichs ging einher mit einem Rückzug der Astrologie. Die Kirche verdammte sie. 381 verbot des Konzil von Laodicea den Priestern die Ausübung: Nicht die Sterne, sondern Gott lenkte das Schicksal der Menschen.
 

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